Info Selen 2/2
Selenquellen sind
Bierhefe, Vollmilch, Quark, Vollkorn, Naturreis, Pilze, Brokkoli, Rettich,
brauen Bohnen, Zwiebeln, Knoblauch, Weizenkeime, Muskelfleisch von Rind,
Schwein, Schaf, Leber, Niere, Fische, Schalentiere.
Risiken für Vegetarier
Menschen mit sehr einseitiger
Ernährung oder strikte Vegetarier (Veganer) haben ein höheres
Risiko, einen Selenmangel zu entwickeln. Ein solch latenter Mangel führt
dann nicht zu typischen Symptomen, sondern zeigt sich in einer Verminderung
der Immunabwehr und einer Schwächung der antioxidativen Abwehr. Langfristig
kann eine solche Schwächung die Entwicklung bestimmter Krankheiten
fördern. Empfehlung: 0,03-0,07 mg/Tag
Folgen bei Unterversorgung
Selenmangel führt dazu,
dass das Blut besonders schnell gerinnt, riskant z. B. innerhalb des Herzmuskels.
Krebskranke haben oft einen sehr niedrigen Selenspiegel. Schwerer Selenmangel
tritt in manchen Gebieten Chinas auf, wo die Selenarmut der Böden
und damit der Nahrungsmittel am meisten ausgeprägt ist. Dort ist die
typische Selenmangelkrankheit (Keshan Disease), die mit Herzmuskelstörungen
einher geht, weit verbreitet.In Deutschland kommen gravierende Selenmangelzustände
allenfalls bei bestimmten Erkrankungen vor, z.B. bei Patienten mit künstlicher
Niere (Dialysepatienten) oder Intensivpatienten (z.B. nach schweren Verbrennungen
oder großen Blutverlusten). In diesen Fällen wird Selen dann
nach ärztlicher Vorgabe zusätzlich in Form eines Medikaments
zugeführt.